PRESSEAUSSENDUNG
Großer Waldbrand in Graz-Umgebung
KHD-Einsatz für den Waldbrandzug I des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg
Seit Samstag, dem 25. April 2026, wütet im Bereich des Mühlbachkogels in Eisbach-Rein ein großflächiger Waldbrand. Während in der Anfangsphase noch eine Fläche von rund sieben Hektar betroffen war, breiteten sich die Flammen aufgrund anhaltender sowie teils wechselnder Windverhältnisse rasch weiter aus.
Seit Beginn des Einsatzes stehen Feuerwehren aus dem Bereichsfeuerwehrverband Graz-Umgebung sowie aus weiteren steirischen Feuerwehrbereichen im Dauereinsatz. Zusätzlich unterstützen mehrere Hubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft.
Frühzeitige Abstimmung und Alarmierung des BFV Hartberg
Bereits in der Frühphase des Großbrandes standen Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Thomas Gruber sowie KHD-Kommandant ABI Andreas Fuchs in engem Kontakt mit der örtlichen Einsatzleitung, um mögliche Unterstützungsmaßnahmen durch den Bereichsfeuerwehrverband Hartberg abzustimmen.
Am Sonntagnachmittag erfolgte schließlich die Anforderung zusätzlicher Kräfte, woraufhin der Einsatz des Waldbrandzuges I der KHD47-Bereitschaft für Montag, den 28. April 2026, angesetzt wurde.
FF Pöllau bereits seit Sonntag im Unterstützungseinsatz
Bereits seit Sonntag steht auch die Freiwillige Feuerwehr Pöllau mit dem Wechselladerfahrzeug samt 14.000 Liter fassendem Wassertank im Einsatzgebiet.
Die Aufgabe der Mannschaft besteht in der Sicherstellung und Unterstützung der Löschwasserversorgung – ein wesentlicher Bestandteil bei der Bekämpfung des großflächigen Waldbrandes. Das Fahrzeug war bereits den gesamten Sonntag sowie
am Montag im Einsatz und wird auch an den darauffolgenden Tagen weiterhin eingesetzt.
Um die hohe Einsatzbereitschaft dauerhaft aufrechterhalten zu können, erfolgt die Besetzung täglich mit neu eingeteilten Mannschaften.
Sammeln in den Morgenstunden – Abmarsch ins Einsatzgebiet
Bereits um 04:00 Uhr früh versammelten sich die Einsatzkräfte des Waldbrandzuges I unter Zugskommandant ABI Markus Allmer beim Sammelplatz im Rüsthaus Rohrbach an der Lafnitz, um geschlossen in das Einsatzgebiet auszurücken.
Nach der Ankunft beim Stift Rein gegen 06:00 Uhr wurde der Einsatzbefehl an die freiwilligen Helfer aus dem Bereich Hartberg erteilt. Vor Beginn der Arbeiten spendete Abt Philipp den Einsatzkräften den kirchlichen Segen und bat um eine unfallfreie Rückkehr aller Feuerwehrmitglieder.
Löscharbeiten im steilen Gelände unter schwierigsten Bedingungen
Die Hauptaufgabe der eingesetzten Kräfte bestand in umfangreichen Löscharbeiten entlang des Bergkammes sowie dem gezielten Ablöschen zahlreicher Glutnester. Die Löschwasserversorgung erfolgte mittels Tanklöschfahrzeugen innerhalb des Waldbrandzuges. Insgesamt wurden rund 100.000 Liter Löschwasser von einer Übergabestelle zu den Brandstellen transportiert.
Neben dem steilen und unwegsamen Gelände stellte vor allem die enorme Hitze eine große Herausforderung für die Mannschaft dar. Unterstützt wurden die Feuerwehren durch mehrere Hubschrauber, welche sowohl bei der Brandbekämpfung als auch beim Material- und Versorgungsnachschub eingesetzt wurden.
Im schwierigen Gelände kamen zudem speziell ausgerüstete Einsatzkräfte mit MRAS-Ausrüstung zum Einsatz. Gemeinsam mit der Bergrettung sowie Flughelfern wurden Löschmaßnahmen koordiniert und Hubschrauber sicher eingewiesen.
Zwölf Stunden im Einsatz
Nach rund zwölf Stunden im fordernden Dauereinsatz konnte der Einsatz des Waldbrandzuges I des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg gegen 18:00 Uhr beendet werden. Nach den notwendigen Aufräumarbeiten traten die Kräfte wieder die Heimreise in ihre jeweiligen Feuerwehren an.
Neun Feuerwehren aus dem Bezirk Hartberg im Einsatz
Insgesamt standen – im Waldbrandzug I – acht Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg mit sechs Fahrzeugen und 29 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz:
• FF Eichberg
• FF Vorau
• FF Mönichwald
• FF Waldbach
• FF Rohrbach an der Lafnitz
• FF St. Lorenzen am Wechsel
• FF St. Jakob im Walde
• FF Wenigzell
Die FF Pöllau ist weiterhin im Einsatz.
Dank an alle eingesetzten Kräfte
Der Bereichsfeuerwehrverband Hartberg bedankt sich bei allen eingesetzten Feuerwehrmitgliedern für ihre hohe Einsatzbereitschaft, ihre professionelle Arbeit sowie die kameradschaftliche Unterstützung unter schwierigsten Bedingungen.
Ein besonderer Dank gilt auch den Familien und Arbeitgebern der Einsatzkräfte für ihr Verständnis und ihre Unterstützung, die solche überörtlichen Hilfeleistungen erst möglich machen.
Bericht: HBI d.V. DDI Hans Peter Feichtinger

